Umfrage: Deutsche spenden weniger Geld als andere Europäer
Das renommierte Wall Street Journal Europe und Marktforscher des GfK e.V. kommen bei einer internationalen Umfrage in 14 Ländern zum Thema “Charity” zu einem überraschenden Ergebnis. Nur etwa 20 Prozent der Deutschen spenden laut eigener Aussage jedes Jahr Geld für wohltätige Zwecke. Im übrigen Europa sind es durchschnittlich 35 Prozent und in den USA sogar 41 Prozent. Drei Viertel der deutschen Spender investieren jährlich zwischen 1 und 200 Euro in gemeinnützige Zwecke. 11 Prozent geben 200 bis 500 Euro. In Großbritannien und Schweden ist dieser Anteil doppelt so hoch, in den USA liegt er bei 19 Prozent. Keinerlei Spenden tätigt knapp die Hälfte der Deutschen: 35 Prozent können es sich nicht leisten, lediglich 14 Prozent haben kein Interesse. Am häufigsten spenden die Deutschen für Not leidende Kinder (34 Prozent) sowie für Hilfsprojekte gegen Armut (28 Prozent), für Katastrophenhilfe und religiöse Organisationen (jeweils 27 Prozent). Damit ist Deutschland in Westeuropa Spitzenreiter bei den religiösen Zuwendungen. Insgesamt gaben 44 Prozent der befragten Europäer an, jährlich Geld oder Zeit zu spenden, wobei die Niederlande mit 77 Prozent am oberen Ende der Skala lagen, die Türkei mit 9 Prozent am unteren Ende.
Weitere Informationen: www.gfk-verein.org/index.php?article_id=250&clang=0online.wsj.com/article=charity

