Schnelle Gründung für sofortige Hilfe
Eine Stiftungsgründung in 16 Stunden. Neun Hilfsprojekte mit Folgeprojekten in neun Ländern. Soforthilfe in Katastrophenfällen weltweit. So lässt sich die Allianz Direct Help Stiftung auf den Punkt bringen.
Als am Dienstag, den 11. September 2001, Terroranschläge in den USA die Welt erschüttern, wollen die Allianz und ihre Mitarbeiter schnell helfen. Doch es fehlt das passende Instrument. Die Allianz verfügt zu diesem Zeitpunkt bereits über mehrere Stiftungen, zum Beispiel die Allianz Umweltstiftung, die Allianz Kulturstiftung und regionale Kinderstiftungen. Doch keine dieser Stiftungen hat ihren Förderzweck in der Katastrophenhilfe. Zwei Tage später, am Donnerstag, beschließt der Allianz-Vorstand, eine treuhänderische Stiftung genau für diesen Zweck zu gründen. Nur 16 Stunden später ist die Stiftung mit Namen, Vorstand und Steuernummer anerkannt, und es gehen die ersten Spenden ein.
Eine derart schnelle Stiftungsgründung kommt selten vor, ist aber bei der Errichtung von treuhänderischen – im Gegensatz zu rechtsfähigen – Stiftungen durchaus möglich.
An den auf den 11. September folgenden Aktivitäten der Allianz Direct Help lässt sich das Ziel der Stiftung gut erkennen: Das gemeinsame Engagement von Mitarbeitern und Unternehmen der Allianz Gruppe im Katastrophenfall effektiv und effizient organisieren. Dabei macht die Stiftung nicht nach der Soforthilfe halt, sondern setzt sich ebenso für nachhaltige Problemlösungen und Katastrophen-prävention ein. Ein wichtiges Element ist die enge Kooperation mit Allianz-Gesellschaften und Partnern in den Ländern, in denen die Katastrophen passieren. So kann sichergestellt werden, dass die Hilfe da ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird.
Nach dem 11. September konnte über die Allianz Direct Help auf diese Weise nicht nur den Opfern in New York, sondern auch den Flüchtlingen in Pakistan und Afghanistan geholfen werden. Zudem wurde eine bis zum heutigen Tag bestehende Stiftungsprofessur für jüdische und islamische Studien an der Münchner Ludwig-Maximilans-Universität ins Leben gerufen. Ziel der Stiftungsprofessur ist es, den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern und das Verständnis für die islamische und jüdische Kultur in der Gesellschaft zu stärken. Das entscheidende Motiv für die Aufnahme dieses Engagements war die Überzeugung, dass viele der aktuellen internationalen Konflikte durch mangelndes Verständnis für Kulturunterschiede verschärft werden.
Inzwischen feiert die Stiftung Allianz Direct Help ihren 10. Geburtstag. Sie schaut auf eine Reihe von Hilfsprojekten zurück: das Elbehochwasser 2002, den Tsunami 2004 in Südostasien, das Erdbeben auf Haiti und die Flut in Pakistan im vergangenen Jahr und jüngst das Erdbeben und den Tsunami in Japan. Mehrere Millionen Euro wurden inzwischen gespendet – immer mit dem Ziel, den von der jeweiligen Katastrophe betroffenen Menschen schnell, unbürokratisch und nachhaltig zu helfen. Auch künftig wird dieses Ziel im Mittelpunkt der Stiftungsaktivitäten stehen.
Wir wünschen der Allianz Direct Help und ihren Unterstützern weiterhin viel Erfolg und nachhaltiges Wirken.

